Ein Wort zur Lebendfütterung von Schlangen

Lebendfütterung ist durchaus ein kontroverses Feld. So ist es für die Schlange ein körperliches Risiko, da sich ein lebendes Futtertier noch wehren kann. Auf der anderen Seite befürchten Tierfreunde, das Futtertier könnte leiden. Das Projekt Bioratte fordert zur Zucht der benötigten Futtertiere im eigenen Haushalt auf, weil Futteriere aus dem Laden oft nicht artgerecht gehalten und ernährt wurden. Darüber hinaus möchten wir an dieser Stelle anmerken, dass eine ordentliche Lebendfütterung schnell geht und für das Futtertier kein Leid bedeutet. Gegenteilige Videos auf bekannten Internetplattformen sind reisserisch und bei verantwortungsbewussten Schlangenhaltern nicht Praxis.

Zucht im eigenen Haushalt führt zwingend zum Verfüttern von lebenden Futtertieren, da es nach deutschem Tierschutzgesetz verboten ist Wirbeltiere ohne Sachkundenachweis zu töten. Die nötige Sachkenntnis liegt also nicht beim Halter, sondern bei den Schlangen.

Bei der Lebendfütterung muss man beachten:

  • Der Halter sollte stets sicher sein, dass die Schlange hungrig ist. Schlangen können längere Zeit ohne Nahrung auskommen und werden von vielen Halter eher überfüttert. Nur eine wirklich hungrige Schlange wird das Futtertier schnell erlegen.
  • Futtertiere, die nicht gleich erlegt werden, können die Schlangen annagen und sie damit schwer verletzen. Aus diesem Grund sollten Schlange und Futtertier nicht unbeobachtet bleiben.
  • Ebenso könnten Schlangen, die nicht hungrig sind und sich durch das Futtertier gestört fühlen, Abwehrbisse ausführen. Dies sind zwar keine echten Bisse mit geöffnetem Maul, sondern eher Stösse mit geschlossenem Maul, aber trotzdem können sie das Futtertier verletzen. Dies sollte man dem Futtertier zuliebe vermeiden und dafür sorgen, dass die Schlange hungrig und nicht gestresst ist.